Entstehung und Geschichte der gemeinnützigen Organisation „Hoffnung für Menschen“
Durch die grossen Umwälzungen in der Sowjetunion Ende der 80-er Jahre eröffneten sich für die Gläubigen bisher ungeahnte Möglichkeiten, von denen sie bisher nur geträumt hatten. Für viele waren die neu geöffneten Türen in erster Linie dazu da, dass die Ungläubigen jetzt in die Gemeinden kommen konnten. Nur wenige wagten es, die Türen zu benutzen um hinauszugehen und den Menschen das Evangelium zu bringen.
Unter den ersten, welche die neuen Möglichkeiten bewusst wahrnehmen wollten waren Sergej Tuptschik, Alexej Melnitschuk, Sergej Timtschenko, Anatolij und Vitalij Nazaruk, Taras Pristupa und andere. Sie sprachen am 7. Januar 1989 zum ersten Mal über die Möglichkeit der Gründung einer Vereinigung mit dem Ziel den Völkern der UdSSR das Evangelium zu verkünden und neue Ortsgemeinden zu gründen.
Schon am 25. Februar 1989 wurde der Missionsbund "Licht des Evangeliums" registriert, welcher bis 1991 erfolgreich funktionierte. Es wurden Kontakte in Kiew, Charkow, die Region um Donezk, Moskau; die Gegenden um Wolga, Ural, an der Küste im Fernen Osten; Tatarstan, Tadschikistan, Karatschaewo-Tscherkesija, Tuwa, Kamykien, Tschukotka,und Jakutien geknüpft, wo die Missionsarbeit begann und Gottes Wort verbreitet wurde. Mit der Zeit wurde Erfahrung in dieser Arbeit in den gegeben Umständen gesammelt. Die Ergebnisse waren erfreulich, die Fehler wurden auch durchdacht
Für das Land insgesamt war es keine frohe und ruhige Zeit. Auf dem Gebiet der UdSSR entflammte eine Reihe von Konflikten (Berg-Karabach, Fergana-Tal, Zunahme der Spannungen in mehreren Regionen, auch auf der Krim zwischen den Krimtataren und Russen, im Bezirk von Nord-Ossetien: zwischen den Osseten und den zurückgekehrten Inguschen usw.)
Im Laufe der Jahre 1990-1991 erklärten alle Ex-Sowjet-Republiken ihre Unabhängigkeit. Dadurch wurden viele wirtschaftliche Verknüpfungen gestört, was wiederum die Wirtschaftslage in den neuen Staaten sehr beeinträchtigte.
Nach den Unabhängigkeitserklärungen der Republiken begannen für den Missionsbund die Schwierigkeiten in den betroffenen Regionen bei der Zusammenarbeit. Plötzlich befanden sich die verschiedenen Teile des Missionsbundes in verschiedenen eigenständigen Staaten. Schwierigkeiten bei der Kommunikation und in anderen Bereichen waren die Folge.
Darum wurde1993 entschieden, den Missionsbundes "Licht des Evangeliums" in eine Vereinigung "Licht des Evangeliums" umzustrukturieren, die nun rechtlich selbständige Organisationen beinhaltete. Diese Koordinierungsart war effektiver für die Arbeit in der neuen Situation.
Seit dem 29. September 1993 führt die internationale gemeinnützige Organisation "Hoffnung für Menschen" von Rivne aus die Aufgaben der Missionsabteilung der Vereinigung "Licht des Evangeliums" weiter. Leiter dieser Organisation wurde Taras Pristupa. Mit ihm arbeiteten Jurij Pilipowitsch und Wladimir Parchomej in der Aufbauphase mit.
Während viele neue Gemeinden in bereits bestehenden Verbänden integriert wurden, waren folgende Bereiche direkt „Hoffnung für Menschen“ unterstellt: Fernostküste, Tuwa, Kalmykien.
In den nächsten Jahren entstanden eine ganze Reihe neuer Arbeitszweige. Gemeindegründungen in Armenien, Weissrussland und auf der Krimhalbinsel wurden in Angriff genommen.
Für angehende Missionare, Pastoren und Gemeindemitarbeiter wurde eine Bibelschule gegründet, wo Studenten dreimal pro Jahr während zwei Wochen eine berufsbegleitende theologische Ausbildung machen können.
In Rivne entstand eine Fussballarbeit, die Mittlerweile auch Ableger in Sdolbuniv und Charkov hat.
An den öffentlichen Schulen wurde angefangen das Freifach „Christliche Ethik“ zu unterrichten. Hoffnung für Menschen ist massgeblich beteiligt bei der Bereitstellung von Material, der Ausbildung von Lehrkräften und durch die Herausgabe einer Zeitschrift für Lehrpersonal.
In Sdolbuniv entstand eine Grossfamilie für junge Männer, die ihre Zeit im Kinderheim/Internat abgeschlossen haben. Sie werden während der Berufsausbildung begleitet und auf ein selbständiges Leben vorbereitet.
20 km ausserhalb von Rivne konnte in Salissi ein Lagergelände gekauft werden, welches nun nach und nach ausgebaut wird und dann für Lager der Mission und der Verbandsgemeinden als günstige Basis zur Verfügung stehen wird.
Im Jahr 2000 begann der Umzug in die neuerworbenen Gebäude an der Simon-Kruschelnitzkij Strasse. Der Rohbau mit grossem Umschwung, befindet sich mitten in der Stadt und wird Etappenweise ausgebaut und in Betrieb genommen. Missionsbüros, 3 Sääle und eine grössere Anzahl Nebenräume sind mittlerweile in Betrieb.

